Die Wettbewerbe

Biertester klingt wohl nach einem Traumberuf für jeden Biergenießer in Hobby und Freizeit. Das wäre ähnlich, als würde man Luxus-Hotel-Betten-Tester oder Wellness-Hotel-Tester suchen.

Welches Bier kann gewinnen?

Das Aussehen ist eines der wichtigsten Kriterien. Hat das Bier für seine Sorte die korrekte Farbe? Ist es klar? Hat es eine gute Schaumbildung? Bleibt der Schaum oder zerfällt er schnell?

Der Geruch ist außerdem wichtig für die Bier-Sommeliers. Finden sich spezifische Aromen wieder? Ist es dem Brauer gelungen, das Aroma des Hopfens besonders zu betonen?

Der alles entscheidende Punkt ist natürlich der Geschmack. Wie gut ist der Charakter des Bieres ausbalanciert? Braucht das Bier mehr Zeit oder ist die Gärung abgeschlossen? Wie harmoniert das Bittere und die Restsüße miteinander?

Zuletzt wir der Gesamteindruck kritisch geprüft. Würde man gern von dieser Sorte ein zweites Bier trinken wollen?

Selbstverständlich ist es auch Aufgabe der Bierjuroren mögliche “Off-Flavours”, also ungewünschte Stoffe im Bier, zu erkennen und dem Brauer Tipps geben zu können, diese in Zukunft zu vermeiden. Besonders häufige Fehler sind:

  • Unerwünschte Hefen in Verbindung mit Bakterien. Oft ist die Rede von „Krankenhaus-Geruch“.
  • Oxidation – Dieser Geruch wird als „nasse Pappe“ beschrieben und erinnert an Sherry-Noten
  • DMS / Dimethylsulphides. Dieser Stoff entsteht während des Würzekochens auf natürliche Weise. Bei manchen Bieren dominiert das Aroma den Geschmack übermäßig. Das Bier müffelt dann nach gekochtem Gemüse.

Bierwettbewerb – mehr als ein Schönheitswettbewerb

Eine Jury zu finden, die einen Bierwettbewerb leiten kann, ist eine Disziplin, die zweierlei Dinge bedarf:

Zuerst ist eine genaue Kenntnis des Brauprozesses und besondere Fähigkeiten aus dem Bereich der Sensorik wichtig, um mit der Erfahrung und dem Wissen über Bier auch etwas anfangen zu können. Bei einem professionellen Wettbewerb geht es weniger darum, den Sieger mit den meisten Punkten in seiner Kategorie zu finden.

Viel bedeutsamer ist jedoch, dass die Teilnehmer ein professionelles Feedback zu ihren erschaffenen Kostbarkeiten erhalten. Jeder Bierbrauer kann von den Tipps der Jury profitieren und den Ablauf des Bierbrauens somit verbessern. Damit ist der wichtigste Teil des gesamten Wettbewerbs eher das Feedback während der Bierverkostung.

Daher ist es absolut wichtig, dass die Juroren eines Contests eigene Erfahrungen im Bierbrauen als Hobby- oder professionelle Brauer gemacht haben und ihr Wissen an die Bewerber stets ehrlich und seriös weitergeben.

Innerhalb von Deutschland hat sich die Frankfurt International Beer Trophy bereits einen Namen gemacht. Dieser internationale Wettbewerb stellt einen Meilenstein der Bier-Wettbewerbsgeschichte dar. Es treffen erfahrene Amateure auf internationale Experten und bewerten gemeinsam Biere.

Bier als Beruf oder Berufung?

Das deutsche Bier ist jedem weltweit ein Begriff. Egal ob über den Teich hinaus in den USA oder auch in Australien wird deutsches Bier geschätzt. Es steht für Qualität, eine erlebbare Vielfalt und gewiss für Tradition, die es sonst nirgendwo auf der Welt gibt. Insgesamt gibt es in Deutschland 1.300 Brauereien, die pro Jahr 100 Millionen Hektoliter Bier brauen. Ein großer Teil des Bieres wird auch in Deutschland verzehrt. Lediglich etwa fünfzehn Prozent werden exportiert in 150 Länder dieser Welt.

Die Brauwirtschaft als Arbeitgeber

Innerhalb der Lebensmittelbranche gehört – wie ganz zu Anfang der Bierbrautradition – das Handwerk zu einem der wichtigsten Zweige. Sie stellen auch heute noch einen der wichtigsten Arbeitgeber dar. Geht man durch eine Brauerei, findet man Menschen mit den unterschiedlichsten Qualifikationen und Tätigkeitsgebieten:

  • Kaufmännische Berufe zum Beispiel als Sekretärin, in der Buchhaltung, dem Rechnungswesen oder am Empfang
  • als Fachmann In der IT-Abteilung
  • als Technischer Betriebswirt
  • als Vertriebsleiter
  • als Lagerverwalter
  • als LKW-Fahrer
  • als Maschinenschlosser
  • als Betriebselektriker
  • als Bierbrauer oder Mälzer

Die Tätigkeitsfelder sind sehr vielfältig und nur ein Hand-in-Hand-Arbeiten kann zum Erfolg führen. Zehntausende Menschen dürfen ihren Arbeitgeber eine Brauerei nennen. Der sogenannte Haustrunk ist unter den Mitarbeitern sehr beliebt. Jeden Monat können die Mitarbeiter eine gewisse Anzahl von Litern mit nach Hause nehmen und so Freunde und Bekannte mit den selbst hergestellten Produkten verwöhnen.

Die Ausbildung zum Bierbrauer

Interessierte benötigen mindestens einen qualifizierten Schulabschluss. Persönlich müssen die angehenden Bierbrauer nicht nur Konzentrationsfähigkeit, Beobachtungsgabe und die Fähigkeit zum schnellen Handeln mitbringen, sondern auch eigenverantwortliches Handeln, Teamfähigkeit und Flexibilität.

Letztlich ist die Kunst des Brauens immer noch ein Handwerk. Daher werden die Abschlüsse zum Braumeister auch von der Handwerkskammer abgenommen.

Die Ausbildung verläuft in zwei Stufen im dualen System. Die Praxis im Betrieb und die Theorie wird in einer Berufssschule vermittelt. Aber nicht nur der Brauprozess wird den Azubis beigebracht, sondern sie durchlaufen auch alle anderen Abteilungen des Unternehmens. Hier lernen die Auszubildenden schnell, worauf es in der Praxis und der jeweiligen Abteilung ankommt und erhalten einen Gesamtüberblick über die vielfältigen Tätigkeiten in einem Brauereibetrieb.

Die Qualitätsprüfung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe ist eine der ersten und wichtigsten Aufgaben, die die Auszubildenden erlernen. Stimmt die Qualität nicht, ist der gesamte Brauvorgang in Gefahr und es wird wertvolle Zeit verloren.

Daneben wird der Maisch- und Kochvorgang – je nach Biertyp – durch Zeit-, Mengen- und Temperaturregelung gelehrt. Hier ist es wichtig, jederzeit die Klarheit und Konzentration der Würze zu prüfen. Parallel werden Wasseranalysen durchgeführt, die Gärung und der Filtriervorgang kontrolliert und das Bier jederzeit analysiert.

Auch die Anlagen betriebsbereit zu halten und deren Sicherheit zu prüfen sind Aufgaben eines Braumeisters.

Insgesamt dauert die Ausbildung zum Brauer oder Mälzer drei Jahre. Im zweiten Lehrjahr wird eine Zwischenprüfung abgelegt. Die Ausbildungsvergütung der angehenden Brauer liegt bei etwa 650 Euro im Monat.

Staatsbrauereien

Auch viele Städte erkannten durch die immer reicher werdende Kirche, dass das Bierbrauen sehr lukrativ ist.

Das Hofbräu-Bier zum Beispiel wurde im Jahr 1589 von Herzog Wilhelm V. von Bayern ins Leben gerufen. Mit Ausrufung der Republik im Jahr 1919 wurde die Brauerei dem Freistaat Bayern zugeschrieben und wurde somit staatlich.

Die größte heute noch existierende Staatsbrauerei ist die Rothaus-Brauerei mit Ihrer wohl bekanntesten Biermarke Tannenzäpfle. Besonders bei jungen Kunden gilt sie schon als Kult.

Gebraut von Studenten

Weihenstephan hingegen ist die kleinste der drei Staatsbrauereien.

Die Brauerei ist Teil der technischen Universität München. Hier immatrikulierte Studenten können auf dem Weihenstephaner Berg der Stadt Freising gemeinsam mit ihren Professoren nach alter Tradition Bier brauen. Durch die Studenten mit technischem Verständnis wurden die technischen und wirtschaftlichen Abläufe stets analysiert und verbessert. Die Brauerei Weihenstephan nennt sich selbst die älteste Brauerei der Welt.

Weihenstephan macht einen Umsatz von rund 40 Millionen Euro im Jahr. Rothaus liegt bei 78 Millionen und Hofbräu bei 49 Millionen Euro.

Grundsätzlich ist der Absatz von Bier allerdings rückläufig. Das hat auch mit dem sehr umkämpften Markt zu tun. Viele Kunden greifen auch nur noch zu besonderen Anlässen in die Bierkiste.

Wer hat das Bier erfunden?

Um herauszufinden, wo genau das Bier erfunden wurde und wer dafür verantwortlich ist, wollen wir als erstes einen Blick auf das Wort werfen.

Das Wort „Bier“

Eine Information vorab: Die Etymologie des Wortes Bier ist leider ungeklärt. Unter den Sprachwissenschaftlern herrscht Uneinigkeit und daher gibt es verschiedene Erklärungsversuche, woher das Wort Bier stammt. Womöglich wurde es aus dem vulgär lateinischen biber, zu Deutsch Trank, abgeleitet. Darauf deutet aus dem Althochdeutschen bior und aus dem Frühhochdeutschen beor hin.

Auf der anderen Seite könnte das Wort allerdings auch aus dem Zusammenhang der indogermanischen Wurzel kommen. Hier bedeutet bher oder bhreu übersetzt kommen, sieden, wallen.

Heute können wir das Bierbrauen bereits bis zum 4. Jahrtausend vor Christus nachvollziehen. Nach oft zitierten Überlieferungen ist es durch Zufall vor etwa 6.000 Jahren in Mesopotamien entstanden. Dieses Gebiet ist heute zu großen Teilen dem Irak zugehörig und dem Nordosten des heutigen Syrien. Hier befand sich zumindest der Kernbereich Mesopotamiens auf der heutigen Landkarte.

Der Zufall

Im Jahre 4000 v. Chr. ließ irgendwo zwischen Tigris und Euphrat ein Bäcker des Völkes Sumerer seinen Teig zu lange in der Sonne gehen. Der Gärprozess im Zusammenspiel mit der wärmenden Sonne und den Hefekulturen wurde in Gang gesetzt. Am Ende kam dabei eine Masse heraus, die zum einen sehr klebrig war, aber vor allem eine beschwipste Wirkung hatte. Genau das waren die Zusammenwirkungen der Substanzen im heutigen Bier. So lautet jedenfalls die Legende.

Die Einwohner des Zweistromlandes von Mesapotamien, die Sumerer, entwickelten jene “Bier-Kultur” weiter. Das sehr begabte und hochentwickelte Volk brachte in kurzer Zeit 4 verschiedene Methoden hervor, aus Getreideteig, welches vergoren war, süffiges Bier herzustellen. Viele Frauen der Sumerer zogen das Bier aus dem sogenannten Emmer vor. Das war die erste überlieferte Weizenart der menschlichen Geschichte. Das heutige Dinkelgetreide ist mit diesem vergleichbar.

Auch in den Nachbarländern wie zum Beispiel Ägypten lieben die Menschen das Bier. Das ist auf Funden und Schätzen der damaligen Zeit entsprechend zuverlässig überliefert.

Auch in den ersten Weltliteraturen ist das Wort “Bier” bereits erwähnt worden. So bekommen wir Gewissheit, dass die Weltbewohner bereits sehr früh in der Menschheitsgeschichte mit dem Thema Bier vertraut waren.

Weniger die Herstellung des Bieres als vielmehr das Biertrinken gab es natürlich auch bei den uns bekannten germanischen Völkern. Das belegen hinreichende überlieferte Funde aus der Zeit um Achthundert v. Chr. in Form von Krügen und Amphoren. Im germanischen Stamm war so geregelt, dass das Bierbrauen die Aufgabe der weiblichen Stammesmitglieder war. Die Männer kümmerten sich dann eher um das Trinken.

Viele Bierbrauer der heutigen Zeit sind den Menschen von damals sehr dankbar. Wäre der Bäcker nicht gewesen, würden wir heute höchstwahrscheinlich kein Bier haben oder es hätten die menschen erst später von den Superkräften der Hefe Kenntnis erlangt.

Die Geschichte des Biers

Besonders im frühen Mittelalter wurde die Kunst des Brauens perfektioniert und weiterentwickelt. Die Mönche wurden zu wahren Meistern der Braukunst. Das Schweizer Kloster aus St. Gallen ist die erste Brauerei unter der Leitung von Mönchen. Diese Information stammt aus einer Chronik, die im Jahre 820 nach Christus entstanden ist.

Um Kosten zu sparen, beschäftigten sich die Mönche nicht nur mit dem Bierbrauen. Seit diesem Zeitpunkt war auch der Anbau des Getreides und des Hopfens ihr Metier. In ganzen Hopfengärten versuchten sie, die Anbaukultur weiterzuentwickeln und neue Geschmacksrichtungen zu kreieren. Nicht zuletzt ging es ihnen in der damaligen schweren Zeit auch darum, ein besonders nahrhaftes Produkt herzustellen, denn die Kirche war nicht – wie in der heutigen Zeit – reich, sondern teilweise genauso arm wie das Volk. Daher haben die Mönche auch oft während der Fastenzeit Bier getrunken, denn das Bier brachte dem Körper Kalorien, brach aber nicht das Fasten.

Vom Papst erlaubt

Um sicherzustellen, dass das Oberhaupt der Kirche tatsächlich während der Fastenzeit dem Biergenuss zustimmte, entschieden sich die Mönche, dem Papst höchstpersönlich eine Probe ihres Spezialbieres zu schicken. Dieser Legende nach verkostete der Papst das Bier allerdings nicht.

Den langen Weg über die Alpen nach Rom überstand das Gebräu nämlich nicht unbeschadet, sondern landete als saure Brühe vor den Füßen des Papstes. Dieser sah in dem Genuss dieser ihm unbekannten Brühe, die dazu wahrscheinlich auch noch unangenehm roch, eher eine Buße und gab dem Genuss während der Fastenzeit seinen Segen, ohne selbst probiert zu haben. Im alten Rom war selbstverständlich Wein das Getränk Nummer eins und der Pontifex Maximus konnte mit dem Bier nichts anfangen. Aber auch im alten Rom finden sich Hinweise, dass das Bier Cervisia genannt wurde nach Ceres, der Göttin der Feldfrüchte.

Die Mönche hatten nach der Trink-Erlaubnis des Kirchenoberhauptes natürlich viel zu tun. Denn es sprach sich herum, dass während der Fastenzeit Bier getrunken werden durfte. Daher florierte der Handel und viele Klöster sprangen auf den Zug auf.

Viele Klöster – und nicht zuletzt dadurch auch die katholische Kirche – wurden dadurch sehr reich. Das Geschäft mit dem Klosterbier und dem Segen vom Papst höchstpersönlich spornte die sehr gläubigen Menschen der damaligen Zeit an, Bier zu kaufen.

Im Laufe der Zeit wurden auch berauschende Zusätze von den Menschen verwendet, die die Alkohol-Wirkung des Bieres verstärken sollten.

Bier-Getränke: für den einen hui für den anderen pfui

Etwa 7.500 Biersorten gibt es allein in Deutschland. Und wenn man den Statistiken Glauben schenken darf, rangiert das Pils auf der Beliebtheitsskala an erster Stelle, gefolgt vom Weißbier und dem Hellen. Zu den beliebtesten Biermarken gehören etwa Krombacher, Bitburger, Radeberger und Veltins. Die Bierkultur in Deutschland hat Tradition, die auch weltweit geschätzt wird. Zudem steht auch das Reinheitsgebot ganz oben. Es gilt als das älteste und ist die bis dato gültige Gesetzgebung für Lebensmittel.

Bier-Mix-Getränke

Was für einen echten Biertrinker ein Tabu-Thema ist, ist für manch anderen eine nette Abwechslung zum herkömmlichen Bier und für wieder andere ungenießbar. Bier pur ist natürlich das Optimum, jedoch kann an heißen Tagen ein Mix-Getränk ein spritziger Durstlöscher sein.

Auch die Bierhersteller ruhen sich nicht auf ihren Lorbeeren aus und kreieren bunte Biermischgetränke. Die Nachfrage ist groß und daher kommen immer mehr Mix-Sorten in den Handel und die heimischen vier Wände, gleich, ob das bekannte Radler, Altbier mit Cola, Bier mit Green Lemon, Biermischgetränk aus Hefeweißbier und Erfrischungsgetränk, Premium Pils und Zitronenlimonade und so weiter. Es gibt kaum ein Gemisch, das es bei diesen Mixturen nicht gibt. Keine Frage, diese außergewöhnlichen Mischungen sollten einfach mal probiert werden.

Weniger Alkohol

Wenn das Bier etwa mit Cola, Zitronen- oder Holunderlimo gemischt wird, befindet sich im Mix-Getränk zwangsläufig weniger Alkohol als im reinen Bier. Zum einen ist es dadurch leichter und der Konsument trinkt weniger Alkohol. Zum anderen schmeckt es sehr erfrischend. Besonders an heißen Sommertagen ist ein Bier-Mix süffig und nicht so kräftig, dass er den Konsumenten vom Hocker haut. Hier kann auch so mancher hartgesottene Biertrinker auf den Geschmack kommen.

Für nahezu jeden Geschmack gibt es das passende Bier-Mix-Getränk. Von spritzig, aktivierend mit leichter Süße bis hin zu vollmundig, fruchtig und fruchtig herb kann der Konsument nahezu alle Geschmacksknospen explodieren lassen. Daneben sind die Bier-Mix-Getränke dem jeweiligen Zusatz farblich angepasst. So ist Limette-Geschmack leicht grünlich, Grapefruit-Geschmack gelblich, Bier-Cola-Mix dunkelbraun mit cremefarbenem Schaum und fruchtiges Erdbeer-Bier rot. Auch das bietet Abwechslung, denn das Auge trinkt bekanntlich mit.

Wer nicht zwingend Alkohol trinken möchte, für den ist der Bier-Mix die ideale Lösung.Besonders bei jüngeren Menschen sind Bier-Mix-Getränke beliebt, weil sie neu und trendig sind. Wer doch ein bisschen über den Durst trinkt, muss darauf achten, dass er nicht ausrutscht. Um sicher zu gehen, dass Sie auf dem Boden bleiben, sollten Sie einen stabilen Schuh tragen, mit dem Sie sich auch unter Alkoholeinfluss geerdet fühlen.

Außergewöhnliche Varianten

Wie bei vielen Dingen sind auch beim Bier ungewöhnliche Kombinationen möglich. Vielleicht nicht jedermanns Geschmack, aber bestimmt gibt es Menschen, die gerne das eine oder andere kosten würden. Bisweilen erinnern manche Kreationen schon an einen Bier-Cocktail. So kann beispielsweise ein helles Bier oder ein Pils mit Tomatensaft, Tabasco und Pfeffer gemischt werden. Oder Weizenbier mit Sekt. Ein Bockbier kann mit Rum und Kirschsaft verfeinert werden und Schwarzbier mit Champagner. Pils mit Zitronenlimo und Kirschlikör? Einfach mal austesten!

Die größten Brauereien

Mit über 400 Millionen Hektolitern kommen die gigantischen Biermengen nicht etwa aus Deutschland, sondern aus dem Ausland.

Zuerst eine kurze Auflistung der Top 5 der Weltbiere:

  • Platz 5: China Resources Breweries aus Hong Kong
  • Platz 4: Carlsberg aus Dänemark
  • Platz 3: Heineken aus den Niederlanden
  • Platz 2: SABMiller aus Groß Britannien
  • Platz 1: AB InBev aus Belgien

Das hätte man nicht erwartet oder? Vor allem vor dem Hintergrund, dass das deutsche Reinheitsgebot älter als 500 Jahre ist.

Die Bierproduktion der oben genannten Firmen ist erstaunlich. Mit doppelt so viel Volumen wie der Zweitplatzierte aus England ist der belgische Produzent der größte Bierbrauer der Welt. Zu dieser Firma gehören Marken wie zum Beispiel Becks, Diebels, Franziskaner, Hasseröder, Löwenbräu oder auch Spaten. Sie produzieren und verkaufen weltweit pro Jahr 411,5 Millionen Hektoliter Bier. Das bedeutet, dass rund 21 Prozent der gesamten Bierproduktion in belgischer Hand sind.

Der zweitplatzierte Miller hingegen liegt bei nur 188 Millionen Hektolitern und produziert für den Weltmarkt Biermarken wie zum Beispiel Grolsch, Pilsner Urquell und Tyskie.

Knapp dahinter stellt Heineken 181 Millionen Hektoliter her und kann auf seine 424 Jahre alte Brautradition stolz sein. Zu dieser Unternehmensgruppe gehören Marken wie Amstel, Desperados, Foster´s, Karlovačko oder Krušovice.

Die Carlsberg-Brauerei produziert mit ihren weltweit 33.500 Mitarbeitern beachtliche 123 Millionen Hektoliter Bier. Zum Unternehmen gehören Biere wie Holsten, Astra, Duckstein, Lübzer und Hannen Alt.

Der Fünftplatzierte wurde erst im Jahr 1994 gegründet und kommt auf ein Produktionsvolumen von 118 Millionen Hektolitern im Jahr. Zu dieser Gruppe gehören insgesamt 96 kleinere Brauereien, die über ganz China verteilt sind.

Die kleinsten Brauereien der Welt

Im deutschsprachigen Raum befindet sich die kleinste Brauerei in Berlin. In der Schlossplatzbrauerei in Berlin Köpenick wird ein besonderes Bier gebraut. Es ist nach dem babylonischem König Hamurapi (1760 vor Christus) benannt und heißt standesgemäß Babylonisches Bier. Der Brauprozess unterliegt sowohl dem deutschen, aber auch dem Reinheitsgebot von Hamurapi.

Auf gerade mal fünfzig Quadratmetern kann man täglich bis zu sechs verschiedene Biersorten probieren, die selbstverständlich alle eigens gebraut wurden.

Neben dem Babylonischen Bier ist auch das Köpenicker Moll einen Besuch wert.

Die absolut kleinste Brauerei

Die kleinste Brauerei der Welt steht auch im Guinness-Buch der Rekorde. Und sie ist mobil. Im Jahr 1996 wurde der Eintrag in das Buch der Rekorde aufgenommen. Gerade einmal 50 Liter Bier können in einem Sud aufgesetzt werden. Der Braumeister Dieter Graßl von dem Brauereigasthof Schäffler aus Missen im Oberallgäu hat für seine eigene Kreation diese Auszeichnung bekommen. Regelmäßig einmal im Monat kann bei einem Sud-Abend live miterlebt werden, wie der Brauprozess vonstatten geht. So nah hat höchstwahrscheinlich noch niemand die Besichtigung einer Brauerei miterlebt. Der Braumeister höchstpersönlich ist hier natürlich am Werk und versorgt die interessierten Zuhörer aus erster Hand mit Informationen, Tipps und Tricks.

10 besondere Biere aus aller Welt

Insgesamt werden auf der Welt etwa 10.000 bis 15.000 Biere produziert. Davon machen die in Deutschland produzierten Biere ungefähr dreißig Prozent aus. Durch diese vielen Sorten müssen sich die Braumeister stets etwas Neues einfallen lassen. Dadurch wird auch mal mit verschiedensten unkonventionellen Zutaten experimentiert. Wir stellen hier einmal zehn besondere Biere aus aller Welt vor:

  • 1. Vicus Craft Bier – von der Brauerei Fürstlich Drehna aus Brandenburg. Ein dunkles Starkbier mit 7,4 % Volumen Alkohol ist nichts für schwache Nerven
  • 2. Lübzer Urkraft – von der Mecklenburgischen Brauerei Lübz. Ein sehr dominantes Bier mit 6 % Volumen Alkohol. Die speziell ausgesuchten Malze machen das Bier sehr süffig und ausgewogen.
  • 3. Hymir Giant Stout – von der Wacken Brauerei. Es handelt sich um ein Stout-Bier mit unglaublichen 8,3 % Volumen Alkohol.
  • 4. Sarasota Summer Ale – von der Brauerei Müllerbräu Pfaffenhofen. Ein süßes und süffiges Bier mit 4,9 % Volumen Alkohol. Ein Pale Ale, das sich besonders durch das fruchtige Hefearoma in Szene setzt.
  • 5. Landgang Dunkle Macht – von der Brauerei Landgang aus Hamburg. Hierbei handelt sich auch um ein Stoutbier mit einer süßlichen Malznote und dunklem Erscheinungsbild.
  • 6. Alchimie 19.01 Roggenbier – von der Brauerei Officina Della Birra aus Bioggio in der Schweiz. Streng limitiertes helles Bier.
  • 7. Schweizer Ueli Bier von der Brauerei Fischerstube aus Basel.
  • 8. Wacken Surtr Smoked Porter – von der Brauerei Wacken. Das Stoutbier mit 15 % Stammwürze hat einen Alkoholgehalt von 6,2 Volumen-%.
  • 9. Dithmarscher Dunkel – von der Privatbrauerei Dithmarscher. Eine süßliche Malznote verbunden mit einer feinherben Hopfennote machen dieses Bier zu einem Genuss. Mit 4,9 % Volumen Alkohol ist es sehr süffig.
  • 10. Detmolder Chocolate Stout – von der Privatbrauerei Strate. Das Bier duftet nach Kaffee-Aroma und Malz. Es hat 7 % Volumen Alkohol und wird in Bügelflaschen verkauft.

Wird es ein Brauereisterben geben?

Jedem Biergenießer ist daran gelegen, dass wir auch zukünftig tolle Biere entdecken und zu jedem Anlass unseren Gästen das passende Bier anbieten können. Doch was, wenn das Brauereisterben uns genau das verwehrt? Gemessen am Pro-Kopf-Verbrauch trinken immer weniger Menschen Bier. Das gilt für Deutschland, Österreich und die Schweiz, aber auch weltweit sinkt die Gesamtproduktion der Premium-Pilsmarken.

Die Mescheder Brauerei Veltins und der Kulmbacher Hersteller der Weltmarke Krombacher haben zuletzt noch etwa 300.000 Hektoliter mehr Bier produziert und ausgebracht. Wenn man sich hingegen die Zahlen der anderen großen Brauereien im deutschsprachigem Raum anschaut, dann haben Bitburger, Becks, König und Warsteiner deutlich weniger Bier an den Mann oder die Frau bringen können. Nahezu paradox ist, dass die Sommer immer heißer werden und wir doch gerade dann davon ausgehen müssen, dass die Menschen in Geselligkeit ein kühles Blondes trinken, um sich von innen abzukühlen.

Auflagen machen die Brauereien kaputt

Zunehmende Auflagen nationaler und europäischer Art zum Beispiel im Bereich Hygiene setzen alle Brauereien unter Druck. Die Brauereien, die nicht ausreichend Finanzkraft haben, um Investitionen zu tätigen, werden von Konkurrenten oder Finanzinvestoren übernommen. Das kann nur bedeuteten, dass wir uns mittel- bis langfristig mit weniger Artenvielfalt zufriedengeben müssen.