A person pours a fresh, golden beer from a metallic tap into a tilted glass.

Bier richtig serviere: Was Glas, Temperatur und Schuum würkli usmache

Warum dis Lieblingsbier dihei oft andersch schmeckt

Es kännt fascht jede: Am Füürobig nimmsch di iischalti Fläsche us em Chüehlschrank, lah di uf s Sofa gheie und nimmsch en tüüfe Schluck. Und trotzdäm fehlt öppis. S Bier schmeckt flach, es bitzeli stumpf, fascht langwiilig. Im Pub hingäge isch grad s glich Bier es Highlight gsii, mit füllige Malzkörper, präzise Bitteri und emne feine, cremige Schaum. Wie chan das sii?

D Antwort liit nöd a de Brauerei und au nöd am Bier sälber. Di gliche Flasche cha zwei komplett verschideni Erläbnis biete, je nachdäm wie du si serviersch. Drüü Faktore entscheide über Erfolg oder Enttüüschig: d Temperatur, s Glas und d Art, wie du iischenksch. Genau da ligt de Unterschied zwüsched emne banale Durstlöscher und emne bewusste, sinnliche Gnuss.

S Guete dra: Du muesch kein diplomierte Biersommelier sii, zum das i de Griff z überchoo. Mit e paar eifache Handgriff, wo jede dihei ohni Ufwänd cha aawände, wird jedes Füürobigbier zunere echte Gschmacksexplosion. Uf de nächschte Zile chunnt s konkret zur Sach.

Vergiss iischalti Fläsche und find di perfekti Temperatur

Iischalt isch nöd automatisch guet. Das isch en vo de zächschte Mythe rund ums Bier. Wo s würklich stimmt, isch bi minderwärtige Massebier, wo möglichscht wenig sölled schmecke. Da hilft d Chälti, zum d Fähler z verstecke. Bi eme guete, handwärklich braute Bier hingäge isch iischalt de gröschti Fähler, wo me cha mache. Je chelter s Bier, desto meh wärded di fiine Aromä vo Hopfe und Malz betäubt. D Cholesüüri wirkt schärfer und aggressiver, und de Gschmack wird abgschnitte, bevor er sich überhaupt cha entfalte.

De Grund isch physikalisch eifach: Aromä sind flüchtigi Stoffe, wo sich erscht bi wärmerem Temperature richtig lösed und id Nase stiiged. Es z chalts Bier haltet die Aromä quasi zrugg. Umgekehrt isch au z warm nöd guet: Denn wirkt s Bier breit, süesslich, schwär und de Alkohol tritt z stark füre. D Kunscht isch, de goldig Mittelwäg z träffe, wo stiltypisch passt.

Biersorte Ideali Serviertemperatur Was du gwinnsch
Pils 4–7 °C Klari, schlanki Bitteri und Frische
Helles 5–8 °C Runde, weiche Malzkörper
Weizä 6–9 °C Typischi Banane- und Nägeli-Note
IPA 7–10 °C Volli Entfaltig vo de Hopfenaromä

De eifachschti Praxistipp: Nimm s Bier öppe zäh Minute vor em Trinke us em Chüehlschrank. So chunnt s vo de typische Chüehlschranktemperatur vo öppe 4 Grad uf en Wärt, wo de Gschmack chan atme. Es lohnt sich, s Glas i d Hand z näh und s Glasgfühl z prüefe. Wänn di Fläsche eiskalt am Gaume schneidet, warte no chli. Es paar Grad meh mached us emne stumpfe Getränk es aromatischs Erläbnis.

S Glas isch meh als nume es praktischs Gfäss

Wer direkt us de Fläsche trinkt, verschänkt s meischte vom Gnuss. De Grund isch d Nase. Über siebzig Prozänt vo däm, wo mir als Gschmack wahrnähmed, chunnt eigentlich vom Ruche. Us de Fläsche blibt d Nase komplett usse, will de änge Flaschehals kei Aroma id Höchi lot. S Bier ghört is Glas, punkt. Erscht denn chasch d Farb bewundere, de Duft ufnäh und s ganze Spektrum vo Malz, Hopfe und Häfe erläbe.

D Glasform isch keis Detail, sondern es Wärkzüg. Es bauchigs Glas mit ere schmalere Öffnig, zum Bispil für es IPA oder es Stout, bündlet d Aromä genau det, wo d Nase häre chunnt. Es schlanks, hochs Glas hingäge, wie s klassisch bim Helle oder Pils bruucht wird, understützt d Cholesüüri und haltet s Bier länger frisch und rösch. So underschidlich d Bierstil sind, so underschidlich sölled au d Gläser sii.

  • Bauchigs Glas für aromatischi Bier wie IPA, Stout oder Bock, wo de Duft im Zentrum staht.
  • Schlanks, hochs Glas für Pils und Helles, wo Frische und Perlage zelled.
  • Wiits Degustationsglas als flexible Allrounder für di meischte Spezialitäte.

Wichtig isch au d Öffnig vom Glas, will sie de erschti Iidruck präged. Sie entscheidet, wie de Schaum uf d Lippe trifft und wie s Aroma id Nase stiigt, no bevor s Bier de Gaume erreicht. Für dihei bruuchsch kei ganzi Sammlig: Es guets Universal-Degustationsglas oder sogar es wiits Wiiglas isch fascht immer besser als en dicke Steichrueg, wo d Aromä eher verstellt. Wer sich sini passende Gläser für de Biergnuss zuelegt, merkt de Underschied scho bim erschte Schluck.

De richtig Schwung für e schöni Schaumchrone ohni Buuchweh

A person pours a fresh, golden beer from a metallic tap into a tilted glass.
A controlled pour releases the ideal amount of carbon dioxide, creating a rich head of foam that preserves the beer’s delicate aromas.

Es haltet sich hartnäckig s Määrli, me müess s Glas di ganzi Ziit imne 45-Grad-Winkel hebe, demit jo kei Schaum entstoht. Genau das isch falsch. Wänn me s Bier z vorsichtig am Glasrand abelaufe lot, blibt vill z vill Cholesüüri im Getränk drin. Und die Cholesüüri lönd sich nöd eifach ufslöse, sie wandered denn i de Buuch. S Resultat isch en ungmuetlichs Völligfühl, ufstoosse und en flache Gschmack, will de Schaum als Arometräger fehlt.

Richtig iischenke isch eifacher als me denkt. Es paar sicheri Schritt gnüeged:

  1. S Glas zerscht schräg halte, öppe imne 45-Grad-Winkel, und s Bier ruhig gäge d Mitti la laufe.
  2. Wänn s Glas öppe halbvoll isch, s Glas langsam grad uufrichte.
  3. De Rescht us chli höcherer Distanz, öppe drei bis füüf Zentimeter, iigüsse, zum e dicki, stabili Schaumchrone z bilde.

De Schaum isch keis Zeiche vo Verschwändig, sondern es Qualitätsmerkmal. Er isch en Arometräger und schützt s Bier im Glas vor em schnälle Oxidiere, will er wie en Deckel de Kontakt mit em Sauerstoff reduziert. Wie de Biersommelier de Zämähang vo Schaum und Aromaschutz erklärt, sorgt e sufer bildeti Schaumchrone gliichzitig für e harmonischi Verteilig vo de Cholesüüri und es weichers Mundgfühl. Chürzer gseit: Schaum im Glas heisst weniger Schaum im Buuch und meh Aroma i de Nase.

Din nöchschti Apéro wird zum absolute Gnusserlebnis

Am Änd sind s würklich nur drüü Stellschruube, wo entscheide, öb es Bier bloss de Durscht lösch oder öb s zumne echte Gnusserlebnis wird: d Temperatur, d Glasform und d Iischenktechnik. Kei devo bruucht Spezialwüsse oder tüüri Usrüstig, aber jedi einzelni verändert s Erläbnis im Glas spürbar. Zäme mached sie us emne alltäglichs Getränk e bewussti, sinnlichi Sach.

Am beschte probiersch es grad sälber us. Nimm s glich Bier zwöimal: eimal iischalt und direkt us de Fläsche, eimal richtig temperiert und suber iigschenkt i es guets Glas. De Underschied isch verblüffend und überzügt meh als jedi Beschriebig. Acht bim nöchschte Bierkauf bewusst uf d Servierempfählige, experimentier chli mit Temperatur und Glas, und din nöchschti Apéro wird nöd nur bessers Bier, sondern es echts Handwärk zum Gnüsse.

Die 10 ungewöhnlichsten Biere

  • 1. Feisty Blonde Ale, HopFusion Ale Works, USA

Dieses helle Bier kombiniert den Geschmack von Orangenblütenhonig mit purer mexikanischer Vanille und Piloncillo, einem braunen Zucker aus Süd- und Mittelamerika. Diese Geschmackskombination soll zum besonderen Trinkerlebnis führen.

  • 2. Harvest Pumpkin Wheat Beer, Blue Moon Brewing, USA

Ganz nach dem Trend aus dem Kaffeemarkt, hat dieses herbstliche Bier mit dem Geschmack von „Pumpkin Spice“. Das koscher-zertifizierte Produkt enthält Geschmacksnoten von Nelken, Muskat, Zimt und Kürbis.

  • 3. Lawktoberfest Beer, Legal Draft, USA

Dieses texanische Bier ist angeblich nach bayrischer Tradition gebraut und eine Sonderauflage für die Oktoberfestzeit. Das klare Bier soll über einen leichten Orangengeschmack verfügen und einen malzigen, frischen Nachgeschmack hinterlassen.

  • 4. Motueka Hopfen Bier, Asahi Breweries, Japan

Dieses in Japan verkaufte Bier wird mit dem seltenen, nur in Neuseeland angebauten Motueka Hopfen gebraut.

  • 5. Lindheim Friendship Series, Wild & Mild Ale, Norway

Das mild – aber!- wilde Ale ist gemischt mit vierzig Prozent biologischem Apfelsaft. Der besondere Geschmack ergibt sich daraus, dass es im Eichenfass vergoren wird. Dieses Ale erhält dadurch seine spezielle Note

  • 6. Kona Brewing, Aloha Series Lemongrass Luau Blonde Ale, USA

Das Bier ist reich an biologisch gewonnenem Ingwer und wurde final mit besonderem Zitronengras abgeschmeckt.

  • 7. Browar Jablonowo, Pflaumenbier, Poland

Die polnische Brauerei hat dieses Pflaumenbier erfunden. Dieses Bier zu bekommen ist sehr schwer, da es limitiert ist. Es ist ein dunkles Bier.

  • 8. Botanicals Bazový Kvet s Tymiánom a Citrónom, Tschechien

Die Hauptgeschmacksnoten in diesem alkoholfreien Bier sind Thymian mit Holunderblüten und Zitrone. Die Spezialität reift für genau 19 Tage.

  • 9. Austmann & Wettre Bryggeri, Cucumber Cooler Beer, Norwegen

Dieses Bier mit einem Zusatz von Gemüse soll trotz der Zutat von Gurke, rotem Pfeffer und Zitronengras angenehm fruchtig schmecken und ist in einer Zusammenarbeit von zwei Brauereien kreiert worden.

  • 10. Kriek de Ranke, Belgian Sour Ale, Belgien

Kriek de Ranke ist ein belgisches, saures Ale, das aus einem altem! Bier gebraut wurden. Und wird mit sauren Kirschen verfeinert.

Zuhause brauen

Immer häufiger werden Biere auch zu Hause gebraut. Mit einer sehr detaillierten Anleitung schafft es nahezu jeder, zu Hause selbst Bier zu brauen. Die Materialien, die man nicht unbedingt zu Hause hat, werden in kompletten Brauboxen inklusive dem Rohmaterial geliefert.

Kein Wunder, dass immer mehr Menschen sich die Zutatenliste anschauen und versuchen, ihr eigenes Bier zu brauen. Seit einigen Jahren gibt es immer mehr Hobby-Brauer. Wer es selbst einmal ausprobieren möchte, findet im Internet sehr gute Tipps, Anleitungen und Anregungen, wie es funktioniert.

Allerdings sollte man sich selbst dabei nicht zu sehr unter Druck setzen, wenn es das erste Mal nicht klappen sollte, denn es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen. Man sollte sich Zeit lassen und auch ruhig mehrere verschiedene Zutaten kaufen, um so herauszufinden, welcher Malz und welcher Hopfen zu seinem gewünschten Biergeschmack beiträgt. Das erste selbstgebraute Bier sieht meistens nur danach aus und riecht auch so. Unser erstes selbstgebrautes Bier schmeckte überhaupt nicht und wir konnten die zehn Flaschen wegwerfen. Ihr werdet die nächsten Brauversuche noch benötigen, um euren individuellen Stil zu festigen.

Auch das Spiel mit den Rohstoffen macht Freude. Wir wünschen euch bei euren ersten, zweiten und … Versuchen viel Spaß!

Welche Innovationen können uns erwarten?

Lange Zeit durfte in Deutschland kein ausländisches Bier mit der Bezeichnung „Bier“ verkauft werden, wenn es nicht nach dem deutschen Reinheitsgebot gebraut worden ist. Das war im Jahr 1993.

Island hat zum Beispiel ein Bier mit Walhoden-Aroma im Angebot. Auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es immer mehr Sorten mit außergewöhnlichen Inhalten und Geschmacksrichtungen. Doch was können wir uns für die Zukunft vorstellen?

Wer gedacht hat, dass die Mischung von alkoholisierten Getränken lediglich den Cocktails oder den Spirituosen vorbehalten ist, der hat sich eindeutig getäuscht, denn auch heute schon gibt es Bier mit Sekt oder Whisky.

Innovation Hanf

Die Kultpflanze Hanf wird heutzutage nicht nur in der Kosmetikindustrie eingesetzt. Nein, wir könnten uns diese Pflanze auch im Bier vorstellen. Selbstverständlich nur in Form der legalen Variante, aber immerhin.

Innovation Wein

Es dürfte nicht mehr allzu lange dauern, bis der erste Brauer Bier und Wein mischt. Der Spruch „Bier auf Wein, das lass sein – Wein auf Bier, dass gönn ich dir“ könnte damit der Vergangenheit angehören.

Innovation Süßigkeit

Haben Sie nicht schon einmal davon geträumt, dass Ihr Bier ähnlich schmeckt wie Ihre Lieblingsschokolade? Was wäre, wenn ein wenig Gummibärchen-Extrakt im Bier enthalten ist? Es findet sich mit Sicherheit ein Brauer, der verrückt genug ist, das auszuprobieren.

Bier-Getränke: für den einen hui für den anderen pfui

Etwa 7.500 Biersorten gibt es allein in Deutschland. Und wenn man den Statistiken Glauben schenken darf, rangiert das Pils auf der Beliebtheitsskala an erster Stelle, gefolgt vom Weißbier und dem Hellen. Zu den beliebtesten Biermarken gehören etwa Krombacher, Bitburger, Radeberger und Veltins. Die Bierkultur in Deutschland hat Tradition, die auch weltweit geschätzt wird. Zudem steht auch das Reinheitsgebot ganz oben. Es gilt als das älteste und ist die bis dato gültige Gesetzgebung für Lebensmittel.

Bier-Mix-Getränke

Was für einen echten Biertrinker ein Tabu-Thema ist, ist für manch anderen eine nette Abwechslung zum herkömmlichen Bier und für wieder andere ungenießbar. Bier pur ist natürlich das Optimum, jedoch kann an heißen Tagen ein Mix-Getränk ein spritziger Durstlöscher sein.

Auch die Bierhersteller ruhen sich nicht auf ihren Lorbeeren aus und kreieren bunte Biermischgetränke. Die Nachfrage ist groß und daher kommen immer mehr Mix-Sorten in den Handel und die heimischen vier Wände, gleich, ob das bekannte Radler, Altbier mit Cola, Bier mit Green Lemon, Biermischgetränk aus Hefeweißbier und Erfrischungsgetränk, Premium Pils und Zitronenlimonade und so weiter. Es gibt kaum ein Gemisch, das es bei diesen Mixturen nicht gibt. Keine Frage, diese außergewöhnlichen Mischungen sollten einfach mal probiert werden.

Weniger Alkohol

Wenn das Bier etwa mit Cola, Zitronen- oder Holunderlimo gemischt wird, befindet sich im Mix-Getränk zwangsläufig weniger Alkohol als im reinen Bier. Zum einen ist es dadurch leichter und der Konsument trinkt weniger Alkohol. Zum anderen schmeckt es sehr erfrischend. Besonders an heißen Sommertagen ist ein Bier-Mix süffig und nicht so kräftig, dass er den Konsumenten vom Hocker haut. Hier kann auch so mancher hartgesottene Biertrinker auf den Geschmack kommen.

Für nahezu jeden Geschmack gibt es das passende Bier-Mix-Getränk. Von spritzig, aktivierend mit leichter Süße bis hin zu vollmundig, fruchtig und fruchtig herb kann der Konsument nahezu alle Geschmacksknospen explodieren lassen. Daneben sind die Bier-Mix-Getränke dem jeweiligen Zusatz farblich angepasst. So ist Limette-Geschmack leicht grünlich, Grapefruit-Geschmack gelblich, Bier-Cola-Mix dunkelbraun mit cremefarbenem Schaum und fruchtiges Erdbeer-Bier rot. Auch das bietet Abwechslung, denn das Auge trinkt bekanntlich mit.

Wer nicht zwingend Alkohol trinken möchte, für den ist der Bier-Mix die ideale Lösung.Besonders bei jüngeren Menschen sind Bier-Mix-Getränke beliebt, weil sie neu und trendig sind. Wer doch ein bisschen über den Durst trinkt, muss darauf achten, dass er nicht ausrutscht. Um sicher zu gehen, dass Sie auf dem Boden bleiben, sollten Sie einen stabilen Schuh tragen, mit dem Sie sich auch unter Alkoholeinfluss geerdet fühlen.

Außergewöhnliche Varianten

Wie bei vielen Dingen sind auch beim Bier ungewöhnliche Kombinationen möglich. Vielleicht nicht jedermanns Geschmack, aber bestimmt gibt es Menschen, die gerne das eine oder andere kosten würden. Bisweilen erinnern manche Kreationen schon an einen Bier-Cocktail. So kann beispielsweise ein helles Bier oder ein Pils mit Tomatensaft, Tabasco und Pfeffer gemischt werden. Oder Weizenbier mit Sekt. Ein Bockbier kann mit Rum und Kirschsaft verfeinert werden und Schwarzbier mit Champagner. Pils mit Zitronenlimo und Kirschlikör? Einfach mal austesten!

10 besondere Biere aus aller Welt

Insgesamt werden auf der Welt etwa 10.000 bis 15.000 Biere produziert. Davon machen die in Deutschland produzierten Biere ungefähr dreißig Prozent aus. Durch diese vielen Sorten müssen sich die Braumeister stets etwas Neues einfallen lassen. Dadurch wird auch mal mit verschiedensten unkonventionellen Zutaten experimentiert. Wir stellen hier einmal zehn besondere Biere aus aller Welt vor:

  • 1. Vicus Craft Bier – von der Brauerei Fürstlich Drehna aus Brandenburg. Ein dunkles Starkbier mit 7,4 % Volumen Alkohol ist nichts für schwache Nerven
  • 2. Lübzer Urkraft – von der Mecklenburgischen Brauerei Lübz. Ein sehr dominantes Bier mit 6 % Volumen Alkohol. Die speziell ausgesuchten Malze machen das Bier sehr süffig und ausgewogen.
  • 3. Hymir Giant Stout – von der Wacken Brauerei. Es handelt sich um ein Stout-Bier mit unglaublichen 8,3 % Volumen Alkohol.
  • 4. Sarasota Summer Ale – von der Brauerei Müllerbräu Pfaffenhofen. Ein süßes und süffiges Bier mit 4,9 % Volumen Alkohol. Ein Pale Ale, das sich besonders durch das fruchtige Hefearoma in Szene setzt.
  • 5. Landgang Dunkle Macht – von der Brauerei Landgang aus Hamburg. Hierbei handelt sich auch um ein Stoutbier mit einer süßlichen Malznote und dunklem Erscheinungsbild.
  • 6. Alchimie 19.01 Roggenbier – von der Brauerei Officina Della Birra aus Bioggio in der Schweiz. Streng limitiertes helles Bier.
  • 7. Schweizer Ueli Bier von der Brauerei Fischerstube aus Basel.
  • 8. Wacken Surtr Smoked Porter – von der Brauerei Wacken. Das Stoutbier mit 15 % Stammwürze hat einen Alkoholgehalt von 6,2 Volumen-%.
  • 9. Dithmarscher Dunkel – von der Privatbrauerei Dithmarscher. Eine süßliche Malznote verbunden mit einer feinherben Hopfennote machen dieses Bier zu einem Genuss. Mit 4,9 % Volumen Alkohol ist es sehr süffig.
  • 10. Detmolder Chocolate Stout – von der Privatbrauerei Strate. Das Bier duftet nach Kaffee-Aroma und Malz. Es hat 7 % Volumen Alkohol und wird in Bügelflaschen verkauft.

Wird es ein Brauereisterben geben?

Jedem Biergenießer ist daran gelegen, dass wir auch zukünftig tolle Biere entdecken und zu jedem Anlass unseren Gästen das passende Bier anbieten können. Doch was, wenn das Brauereisterben uns genau das verwehrt? Gemessen am Pro-Kopf-Verbrauch trinken immer weniger Menschen Bier. Das gilt für Deutschland, Österreich und die Schweiz, aber auch weltweit sinkt die Gesamtproduktion der Premium-Pilsmarken.

Die Mescheder Brauerei Veltins und der Kulmbacher Hersteller der Weltmarke Krombacher haben zuletzt noch etwa 300.000 Hektoliter mehr Bier produziert und ausgebracht. Wenn man sich hingegen die Zahlen der anderen großen Brauereien im deutschsprachigem Raum anschaut, dann haben Bitburger, Becks, König und Warsteiner deutlich weniger Bier an den Mann oder die Frau bringen können. Nahezu paradox ist, dass die Sommer immer heißer werden und wir doch gerade dann davon ausgehen müssen, dass die Menschen in Geselligkeit ein kühles Blondes trinken, um sich von innen abzukühlen.

Auflagen machen die Brauereien kaputt

Zunehmende Auflagen nationaler und europäischer Art zum Beispiel im Bereich Hygiene setzen alle Brauereien unter Druck. Die Brauereien, die nicht ausreichend Finanzkraft haben, um Investitionen zu tätigen, werden von Konkurrenten oder Finanzinvestoren übernommen. Das kann nur bedeuteten, dass wir uns mittel- bis langfristig mit weniger Artenvielfalt zufriedengeben müssen.